Traumatherapie

Heilung von Innen – sanftes Arbeiten mit Entwicklungs­traumata und Bindungs­verletzungen

TRAUMATHERAPIE

Fällt es Ihnen schwer, Nähe zuzulassen oder anderen zu vertrauen? Sind Sie ständig angespannt oder fühlen sich überfordert? Reagieren Sie auf bestimmte Situationen mit besonders heftigen Gefühlen, z.B. mit starker Wut oder großer Angst – oder im Gegenteil: mit innerer Leere und Taubheit?

Diese Erfahrungen sind eine normale Reaktion auf überfordernde Erlebnisse in der Kindheit. Es bedeutet nicht, dass mit Ihnen etwas nicht stimmt, sondern dass Sie lebenswichtige Strategien entwickelt haben, um sich an schwierige Umstände anzupassen. Diese Überlebensstrategien sind heute vielleicht nicht mehr nötig, kosten Sie aber Kraft und belasten Sie und Ihre Beziehungen.

WIE TRAUMATHERAPIE HILFT

Eine Traumatherapie unterstützt Sie dabei,

  • sich wieder sicher zu fühlen,
  • alte Überlebensstrategien zu erkennen und zu lösen,
  • neue Fähigkeiten und innere Ressourcen zu entwickeln,
  • die Verbindung zu sich selbst und anderen zu stärken,
  • mehr Lebendigkeit, Selbstwirksamkeit und innere Freiheit zu erleben

Das Ziel einer Traumatherapie ist nicht, sich an das Trauma zu erinnern oder schmerzhafte Erinnerungen „auszuhalten“. Es geht um Heilung, Integration und Selbstregulation.

WORAN SIE EIN ENTWICKLUNGSTRAUMA ERKENNEN

Ein Entwicklungstrauma entsteht nicht durch ein einzelnes Ereignis, sondern durch anhaltende emotionale Überforderung in der Kindheit. Es prägt sich im Nervensystem ein – nicht unbedingt im bewussten Gedächtnis.

Mögliche Anzeichen:

  • chronische Anspannung und Überforderung
  • emotionale Leere oder Taubheit
  • Schwierigkeiten mit Nähe, Vertrauen und Grenzen
  • Ängste, Scham, Schuldgefühle
  • Selbstwertprobleme, Erschöpfung
  • psychosomatische Beschwerden

Wenn Sie sich in diesen Beschreibungen wiederfinden, kann eine Traumatherapie Ihnen helfen, alte Schutzmechanismen vorsichtig zu lösen und neue, hilfreiche Verhaltensweisen zu entwickeln.

«Das Ziel der Traumatherapie ist wieder in Kontakt zu kommen – mit sich selbst und der Welt.»

Laurence Heller

ENTWICKLUNGSTRAUMA HEILEN – MEIN THERAPEUTISCHER ANSATZ

In meiner Praxis arbeite ich mit zwei modernen Ansätzen: dem Neuroaffektiven Beziehungsmodell (NARM® nach Dr. Laurence Heller sowie der Somatischen Emotionalen Integration (SEI®) nach Dami Charf. Beide Methoden gehen besonders behutsam vor, sind ressourcenorientiert und nachhaltig wirksam. Sie helfen Ihnen, die Folgen früherer Traumatisierungen auf sanfte Weise zu verstehen, zu regulieren und schrittweise in ihr jetziges Leben zu integrieren.
Beide Methoden ergänzen sich: Sie stärken das Bewusstsein, beruhigen das Nervensystem und ermöglichen neue Erfahrungen von Sicherheit und Verbundenheit.

NARM® – Neuroaffektives Beziehungsmodell nach Laurence Heller
NARM® verbindet Bindungstheorie, Neurobiologie und körperorientierte Psychotherapie.

Ziele und Prinzipien:

  • Fokus auf das Hier und Jetzt, nicht auf die Vergangenheit
  • Stärkung von Selbstregulation und Verbundenheit
  • Bewusstwerden von alten Überlebensstrategien wie Rückzug, Anpassung oder Kontrolle
  • behutsame Auflösung dieser Muster im sicheren Kontakt

SEI® – Somatische Emotionale Integration nach Dami Charf
SEI® ist ein körperorientierter, traumasensibler Ansatz, der den Körper als Schlüssel zur Heilung nutzt.

Zentrale Elemente:

  • achtsame Körperwahrnehmung und Erdung
  • Förderung von innerer Sicherheit und Selbstmitgefühl
  • Aufbau eines stabilen inneren Beobachters
  • Integration abgespaltener Emotionen und Körperempfindungen

Wie ich arbeite

In meiner Praxis möchte ich einen Raum schaffen, in dem Sie sich sicher und gewertschätzt fühlen. Die Sitzungen finden in einem geschützten Rahmen statt und unterliegen der Schweigepflicht. Wir arbeiten achtsam, ohne Überforderung – immer in einem Tempo, bei dem Sie sich wohlfühlen.

Typische Elemente einer Sitzung:

  • Gespräch und achtsamer Dialog
  • Stärkung Ihrer Fähigkeiten (Ressourcenarbeit)
  • Körperwahrnehmung, Erdungsübungen
  • Arbeit mit inneren Anteilen
  • Lernen von Selbstmitgefühl und Selbstfürsorge
  • Übungen zur Selbstregulierung
  • emotionale Begleitung ohne Überforderung

Der Prozess richtet sich nach Ihrer inneren Kapazität an dem jeweiligen Termin – nicht nach einem festgelegten Plan. In der Traumatherapie geht es nicht um „Tiefgraben“, sondern um Feinabstimmung: wieder zu spüren, ohne sich zu verlieren. Gemeinsam schaffen wir einen Raum, in dem Heilung geschehen kann.

«Traumatherapie ist keine Suche nach Schmerz, sondern ein Wiederfinden von Lebendigkeit.»

Marlene Carls

HÄUFIGE FRAGEN (FAQ) ZU TRAUMATHERAPIE

Wie läuft eine Traumatherapie ab?
Zu Beginn führen wir ein Erstgespräch, in dem wir Ihr Anliegen, Ihre Belastungen und Ihre Ressourcen sorgfältig in den Blick nehmen. Die weiteren Sitzungen gestalten wir in Ihrem Tempo. Eine Sitzung dauert 50 Minuten, den Rhythmus stimmen wir individuell ab.

Was kostet eine Therapiestunde?
Die Kosten für Traumatherapie werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Private Kranken- oder Zusatzversicherungen übernehmen häufig anteilig Heilpraktiker-Leistungen. Über das Honorar informiere ich Sie gerne persönlich.

Wie lange dauert eine Traumatherapie?
Das ist individuell. Ein therapeutischer Prozess, der tiefer geht, braucht mindestens ein paar Monate Zeit.

Muss ich mich an alles erinnern können?
Nein. Es geht nicht um Erinnerungen, sondern darum, was im Moment im Körper und im Kontakt spürbar ist.

Kann Traumatherapie überfordern?
Nicht, wenn sie professionell begleitet wird. Ich achte darauf, dass Sie sich sicher fühlen, stabil bleiben und Schritt für Schritt lernen, sich selbst zu regulieren.

DAS WESENTLICHE

Traumatherapie ist ein Weg, sich selbst wieder zu begegnen – sanft, achtsam und im eigenen Tempo. Sie unterstützt Sie, alte Schutzmechanismen loszulassen, innere Sicherheit zu entwickeln und Ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten.